at home / 04.01.2016

Zero Waste Challenge

Frohes Neues ihr Lieben. Ich hoffe ihr seid gut reingekommen und hattet einen schönen Abend! So langsam komme ich wieder in der Realität an. Die letzten zwei Wochen war ich irgendwie in einer Weihnachts-/Zwischen-den-Jahren-Blase gefangen. Jetzt da ich wieder wach bin, kann endlich erneut durchgestartet werden.

Das letzte Jahr war geprägt von Veränderungen in meinem Denken und Handeln. Ich habe begonnen mich mehr und mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Ich habe meinen Kleiderschrank umgekrempelt und alles aussortiert, was ich nicht wirklich gerne anziehe. Bin größtenteils auf Second Hand umgestiegen und habe festgestellt, dass es garnicht so schwer ist, wie ich dachte. Auch im Bereich Beauty gab es einen kleinen Cut. Ich habe mir vorgenommen alles, was ich besitze, aufzubrauchen oder zu verschenken und anschließend komplett auf Naturkosmetik umzusteigen.

Inspiriert durch das Interview mit Anja Minhorst vom „natürlich unverpackt Supermarkt“ in Münster Ende des Jahres ist auch das Müllproblem mehr und mehr in meinen Fokus geraten. Natürlich war mir schon vorher bewusst, dass es dieses Problem gibt, aber wirklich damit beschäftigt, habe ich mich erst seit unserem Gespräch.

Wusstet ihr, dass jeder Mensch in Deutschland im Durchschnitt über 450 kg Müll im Jahr produziert? Das macht insgesamt mehr als 37 Millionen Tonnen Müll pro Jahr. Würde man diesen Müll auf einen Haufen werfen, würde ein Müllberg mit ca. 400 m Höhe entstehen. Und das ist nur der Müll, der im Haushalt entsteht. Insgesamt werden in Deutschland etwa 400 Millionen Tonnen Müll produziert.Wenn man durch den Supermarkt geht und sieht wie viel eigentlich in Plastik, Aluminum oder Papier verpackt ist, kann man sich das gut vorstellen.

Deshalb habe auch ich begonnen mir Fragen zu stellen wie: Wie viel Müll produziere ich als Individuum eigentlich? Und was davon lässt sich vermeiden? Kann ich es womöglich ganz vermeiden Müll zu produzieren?

Ich habe viel recherchiert und bin auf Seiten wie „Zero Waste Lifestyle“ und „Zero Waste Jam“ gestoßen, die sich ausgiebig mit dem Thema Müllvermeidung auseinandersetzen. Man findet aber auch viele Erfahrungsberichte von Menschen, die durch die „Zero Waste Challenge“ ihr Denken langfristig geändert haben. Während der Challenge versucht man eine gewisse Zeit so wenig Müll, wie möglich, zu verursachen.

Damit ich ein größeres Bewusstsein für die ganze Sache entwickele, möchte auch ich in den kommenden Wochen an der Zero Waste Challenge teilnehmen. Der Januar soll also ganz im Zeichen der Müllvermeidung stehen. Ich möchte eigene Erfahrungen sammeln, um mir am Ende die Frage beantworten zu können, ob ich in der Lage bin kein Müll zu produzieren.

Ich wage mich also an die ZERO WASTE CHALLENGE

Phase 1 // Die Beochachtungsphase

Ab heute werde ich erst mal zwei Wochen beobachten. Ich werde einkaufen, wie sonst auch und jede Art der Verpackung sammeln. Die zwei Wochen dienen dazu sich schon mal bewusst zu machen, wie viele Produkte eigentlich verpackt sind. Mit der gesammelten Menge Müll kann am Ende ein besseres Fazit gezogen werden.

Phase 2 // Die Durchführungsphase

Zwei Wochen heißt es so wenig Müll, wie möglich zu produzieren. Das heißt:

  • keine Plastikverpackung
  • kein Alu, keine Dosen
  • möglichst wenig Gläser und Papier

Alles, was sich nicht vermeiden lässt, wird aufgehoben. Am Ende der zwei Wochen wird verglichen und ein Resümee gezogen. Natürlich werdet ihr auch zwischendurch auf dem Laufenden gehalten, was ich für Erfahrungen gesammelt habe.

Ich hoffe ihr begleitet mich und habt vielleicht auch ein paar hilfreiche Tipps? Ich bin auf jeden Fall jetzt schon gespannt, was auf mich zukommt.

Wir haben übrigens die Gewinner für die letzen drei Gewinnspiele nicht bekannt gegeben. Die Olaz-Creme hat Vivi gewonnen, das Braun-Kit die liebe Yvonne und die Gesichtsbürste von Philips darf Karla bald ihr Eigen nennen. E-Mails sind schon auf dem Weg zu euch 🙂

Zero Waste Challenge

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8 Comments

  • Reply Jenny 04.01.2016 at 14:53

    Puh, das stelle ich mir gerade heutzutage wirklich schwierig vor, aber auch als Berufstätige hinsichtlich dem Kochen: Mais und Co. nehme ich doch recht häufig aus der Dose. Viel zu groß wäre der Zeitaufwand alles frisch zu machen! Bei vielen Punkten versuche ich schon sparsam zu sein: benutze fürs Frühstück Weck-Gläser, Tupper für mein Mittagessen usw. alles ohne Folien, Alu oder ähnliches. Klar Tupper ist auch Plastik, aber man verwendet es auch über Jahre!
    Ich bin sehr gespannt auf dein Bericht nach dieser Zeit!
    LG Jenny

    • Reply Sabrina 04.01.2016 at 18:42

      Ja ich glaube das ist auch schwierig, aber genau deshalb finde ich es so spannend. Ich möchte gerne herausfinden, was für Alternativen es gibt und wie man Müll vermeiden kann 🙂

  • Reply Angel of Berlin 04.01.2016 at 17:01

    Was für eine Herausforderung. Ich habe mich auch bereits der anderen Themen angenommen, aber Zero waste klingt für mich irgendwie unrealistisch. Dafür versuche ich keinen Restmüll mehr zu produzieren und wir haben nun drei Mülltonnen: Bio, Wertstoff und Papier. Das fühlt sich auch schon ganz gut an.

    • Reply Sabrina 04.01.2016 at 18:46

      Ich weiß auch nicht wie realistisch das ist. Aber ich würde es gerne probieren, um danach ein Fazit ziehen zu können. Ich glaube solche Erfahrungen sind gut, um das Bewusstsein zu stärken 🙂

  • Reply Andrea 05.01.2016 at 21:56

    Das finde ich sehr spannend und es ist mit Sicherheit auch nicht leicht durch zu ziehen!

    • Reply Sabrina 07.01.2016 at 16:21

      Ich bin gespannt 🙂

  • Reply sarah 06.01.2016 at 7:41

    wow . ich find dein vorhaben echt bewundernswert .
    habe meine bachelorarbeit über den herrschenden verpackungswahnsinn geschrieben
    und bin oft heulend aus den Geschäften raus weil ich nicht mehr gewusst habe was
    ich noch kaufen kann/soll ohne die Umwelt zu schädigen (es ist ja nicht nur Plastik
    das so schädlich ist sondern auch papier . so rentiert sich eine Papiertüte erst wenn
    du sie 3,8x verwendest 🙂 )
    ach Gott . das ganze ist echt kein einfaches Thema . wenn’s dich interessiert kann
    ich dir meine arbeit als info-material schicken . vll wär was für dich dabei 🙂
    ich freu mich schon sehr auf deine Erfahrungen ..
    leider ist beinahe wirklich alles verpackt und ich hab oft Kilometer verfahren um
    z.b. eine unverpackte gurke kaufen zu können (was dann im hinblick auf den CO2
    verbrauch beim Auto auch wieder schädlich ist)
    aber ich muss jetzt aufhören . ich schwafel schon wieder viel zu viel . tschuldigung 🙂

    wie gesagt ich freu mich schon sehr auf deine Erlebnis .! Toi toi toi .
    alles liebe . sarah

    • Reply Sabrina 07.01.2016 at 16:23

      Ahhhhh Sarah das klingt ja total spannend! Es wäre grandios, wenn du mir die Sachen zuschicken könntest 🙂

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