at home / 06.12.2020

Nachhaltiger Baumschmuck

Werbung | Vor ein paar Tagen habe ich euch bereits ausführlich über die Weihnachtsbäume von Fair Trees erzählt. Wie die Samen für die hier so beliebten Nordmanntannen geerntet werden und dass diese Arbeit gefährlich ist, meist nicht fair bezahlt wird und es an Ausrüstung und Versicherungen fehlt.
Weihnachten bedeutet auch an andere zu denken. Wer sich für einen Baum von toom mit Fair Trees Label entscheidet, fördert damit nicht nur, dass die Arbeiter vor Ort geschult werden, eine Kletterausrüstung, Unfall- Krankenversicherung sowie faire Löhne und Arbeitsbedingungen erhalten. Die örtliche Bevölkerung in Georgien wird zudem nämlich mit Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Vorsorge unterstützt. Mit den Einnahmen aus dem Weihnachtsbaumverkäufen konnten toom und Fair Trees® 2018 zum Beispiel eine Zahnarztpraxis in einer Grundschule einrichten. Hier werden sowohl die Schüler und Schülerinnen aus dem Ort, als auch über 500 weitere Kinder aus der Region kostenlos behandelt. Die Schule erhielt außerdem hochwertige Materialien für den Chemie-, Physik- und Sportunterricht.
Zudem machen sich toom und Fair Trees® für die allgemeine Vorsorge stark. Gemeinsam mit dem Georgischen Roten Kreuz organisieren sie regelmäßige Krebsscreenings und Gesundheits-Check-ups. Hierzu veranstaltet die Stiftung jährliche Brustscreening-Wochen, in denen die Frauen der Region an einem kostenlosen hochtechnologischen Mammographie-Screening teilnehmen können. Auf diese Wochen folgen traditionell Ausstellungen von lokalen Künstlerinnen im örtlichen Museum.
Gemeinsam mit dem regionalen und nationalen Fußballverband hat sich die Fair Trees Stiftung außerdem dazu verpflichtet, mit Stereotypen zu brechen und Fußball für alle erlebbar zu machen. So initiierte die Stiftung die Gründung des Mädchenfußballs in der Region und stellte eine Mädchen-Trainerin ein.
Aufgrund der Corona Pandmie sind in dem ohnehin wirtschaftlich schwachen Gebiet zahlreiche Familien zu Beginn des Jahres auf zügige Hilfe angewiesen gewesen. Hier konnten toom, Fair Trees und das Georgische Rote Kreuz gemeinsam die Grundversorgung sichern.
Beim Baumkauf im toom Baumarkt einfach mal auf die Fair Trees Etiketten achten und mit jedem Kauf soziale Projekte in Georgien unterstützen.
Und weil Nachhaltigkeit beim Weihnachtsbaum nicht aufhört, habe ich noch ein paar einfache Anleitungen für nachhaltigen Baumschmuck vorbereitet. Der Baumschmuck ist kostengünstig und easy gemacht. Ich bin gespannt was ihr dazu sagt.

| Nachhaltiger Baumschmuck

Besonders wichtig ist mir, dass die Materialen aus nachwachsenden Rohstoffen und nachhaltig bewirtschafteter Forstwirtschaft stammen. Bei Bastelmaterial wie Holz und Papier achte ich z. B. auf das FSC Siegel. Dieses kennzeichnet Produkte, die mit Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft hergestellt werden.

Bei Garn und Wolle hilft mir das GOTS Siegel. Dieses steht für biologisch erzeugte Naturfasern unter Beachtung strenger ökologischer und sozialen Kriterien entlang der gesamten Produktionskette von Anbau bis zur Weiterverarbeitung, mit Ausnahme des Einzelhandels.

Beim Kleber achte ich auch ökologische und Lösemittelfreie Alternativen. Schon kann es losgehen.

| Holzkugelanhänger

Für die Anhänger verwende ich ausschließlich FSC zertifizierte und unbehandelte Holzkugeln mit Bohrloch. Ihr benötigt vier verschiedene Größen. Je nachdem wie groß ihr die Hänger haben möchtet, wählt ihr die Kugeln aus. Diese hier haben folgende

Maße:
1 x 30mm
2 x 18mm
2 x 12mm
2 x   8mm

Ihr könnt bei den Größen natürlich variieren und auch kleinere oder größere Kugeln verwenden. Für die Hänger fädelt ihr die Perlen z. B. auf Sisal, Hanffäden oder Wolle auf. Dazu einfach an einem Ende einen ausreichend großen Knoten machen und am anderen Ende einen Knoten mit Schlaufe, damit ihr den Schmuck auch an den Baum hängen könnt. Schon sind sie fertig.

| Quasten

Die Quasten sind super easy und schnell gemacht. Dafür benötigt ihr auch nicht viel. Ich verwende GOTS zertifizierte Baumwolle und kleine 8mm Holzkugeln, die auch einfach weggelassen werden können.

Ihr benötigt:
1 x   3m Faden
2 x 15cm Faden
1 x   8mm Holzperle

Als erstes nehmt ihr einen der 15cm Fäden und knotet eine ausreichend große Schlaufe für die Aufhängung. Dann fädelt ihr die Holzperle auf und legt den Faden flach auf den Tisch. Nun wickelt ihr den 3m Faden um eure Finger sodass ihr auf 9cm große Schlaufen kommt und legt diese mittig auf den Faden (ihr könnt euch aus Karton auch ein 9cm Stück ausschneiden und das Garn darumlegen).
Nun knotet ihr den Faden mit der Holzperle an die Schlaufen und lasst das übrige Garn einfach hängen.
Jetzt kommt der zweite 15cm Faden ins Spiel um die Quaste abzubinden. Nehmt die Schlaufen zusammen zwischen eure Finger sodass alle Enden nach unten zeigen. Legt nun das eine Ende des Fadens etwas über die Enden der Schlaufen und wickelt das andere Ende, mit etwas Abstand zur Perle, etwas drei bis viermal um die Garnschlaufen. Verknotet beide Enden des Fadens gut.
Nun schneidet ihr die Schlaufen auf und gleicht die Fäden noch etwas von der Länge an. Bei der Länge der Quaste könnt ihr auch hier variieren. Nehmt dazu einfach mehr vom Faden.

| Papier- Pappanhänger

Die Anhänger aus Papier und Pappe sehen wirklich toll aus. Sie sind recht einfach zu machen und kostengünstig. Auch hier benötig ihr außer etwas Zeit nicht viel.
1 x Bogen dickes Papier
1 x Bogen dünnere Pappe
Kleber
Schere (um präzise zu arbeiten habe ich eine Nagelschere verwendet)
Wollfäden
Holzperlen (wahlweise)

| Der Tannenbaum

Als erstes zeichnet ihr euch eine Schablone in Form eines einfachen Tannenbaums. Wer da nicht so begabt ist, paust einfach einen aus dem Internet ab. Legt die Schablone auf die Pappe und zeichnet pro Anhänger vier Mal drum herum.
Schneidet alle Teile aus und knickt sie sorgfältig in der Mitte. Jetzt klebt ihr drei der Teile an den Kanten längs zusammen. Bevor ihr das vierte Teil anklebt, legt ihr einen Faden mit Schlaufe in die Mitte (ihr könnt auch hier wieder eine Holzperle auffädeln). Die Schlaufe wird die Aufhängung. Nun klebt ihr noch das letzte Teil an.
Wer eine Holzperle aufgefädelt hat, kann diese noch an der Spitze festkleben, so geht sie nicht verloren, wenn der Schmuck nach Weihnachten verstaut wird.

| Papieranhänger

Die Hänger aus Papier sind etwas Fleißarbeit. Hierzu fertigt ihr euch erst wieder eine Schablone mit der Form eurer Wahl an. Das Internet gibt da einiges her. Ich habe mich für eine geschwungene Form entschieden. Die Schablone bildet allerdings nur die Hälfte der Form ab.

Um mir etwas Arbeit zu sparen, habe ich nämlich den Papierbogen mehrmals gefaltet und die Schablone jeweils am Rand angelegt und angezeichnet. Beim Ausschneiden erhaltet ihr dann nämlich die ganze Form, welche in der Mitte schon perfekt geknickt ist.
Insgesamt benötigt ihr 14 Teile.
Knickt das Papier allerdings nicht zu oft. Faul sein zahlt sich hier nicht aus. Je mehr ihr auf einmal schneidet, desto weniger gleichmäßig werden eure Schnitte.
Ich habe das Papier drei Male gefaltet, die Schablone sieben Mal aufgemalt und so immer zwei Teile gleichzeitig ausgeschnitten.

Wenn ihr mit dem Ausschneiden fertig sein klebt ihr alle 14 Teile jeweils an einer Seite aneinander, sodass immer eine Seite an die Seite eines anderen Teils festgeklebt ist. Das macht ihr, bis ihr am Ende nur noch die zwei Enden zu verkleben braucht. Für die Aufhängung legt ihr hier aber erst wieder einen Faden mit Schlaufe (und Holzperle) in die Mitte und klebt diesen fest.

Danach könnt ihr dann die letzten zwei Enden aneinanderkleben. Da es beim Ausschneiden und Verkleben passiert, das nicht alle Teile sauber aufeinander passen, mit der Schere könnt ihr die Ränder aber nacharbeiten.

Noch mehr wunderbare Inspirationen für selbstgebastelten und nachhaltigen Baumschmuck findet ihr beim Gartenfräulein, der lieben Jolena im Videoformat, beim Elfenkindberlin und bei Mona.

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