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travel / 28.03.2018

Roadtrip – Südtirols schönste Seen

Im letzten Jahr sind wir ziemlich viel rumgekommen und sind des Öfteren in Südtirol gelandet. Wir haben uns die schönsten Seen und Rennradrouten zum Ziel gemacht und sind ziemlich oft nicht mehr aus dem Staunen über unseren wunderschönen Planten herausgekommen. Die schönsten Seen habe ich für euch in einer Bilderflut zusammen gefasst. Der ein oder andere See fehlt sicherlich noch auf unserer Liste. Doch die wird in diesem Jahr ganz bestimmt abgearbeitet. Wie unsere Route aussah und wo wir überall gelandet sind folgt ab hier:

| Stilfser Joch

Wenn wir nach Südtirol fahren ist unser erster Halt meistens Prad am Stilfser Joch. Ein kleines, durch den Radsport doch recht lebendiges Dörfchen in Mitten von Obstplantagen. Wir verbringen hier eine Nacht auf dem Campingplatz Sägemühle, Flo fährt den Stelviopass hoch und man nächsten Tag geht die Reise weiter. Hier fühlen wir uns immer sehr wohl und es gibt alles, was man so benötigt.
Für die Weiterfahrt lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, selbst das Stilfser Joch hinauf zu fahren. Das Panorama auf die umliegenden Gipfel und die Asphaltschlange die sich den Berg hinunter ins Tal schlängelt, ist immer wieder einen Blick wert. Dieses Mal lag noch Schnee auf der rechten Seite und bietet einen tollen Kontrast zur linken Seite. Hier oben gibt es übrigens sehr gute Vinschgauer Brötchen gefüllt mit Sauerkraut, Senf und Rostbratwürsten. Und natürlich gibts hier ordentlich Trubel. Souvenirläden, Motorradgangs und überhaupt jede Menge Menschen. Die Aussicht ist es aber alle Male wert.
Vom Stelvio gehts über die SS38 Richtung Meran/Bozen weiter zum Karersee.

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| Karersee  – Lago di Carezza

Wie schön ist bitte dieses Panorama, was uns nach nur 5 Minuten Gehzeit vom Parkplatz aus erwartet? Für diesen Anblick muss man nicht viel wandern und auch sonst keine größeren Anstrengungen auf sich nehmen außer eine Parkuhr zu füttern. Der Lago di Carezza liegt direkt neben der Landstraße SS242. Daher ist es hier sehr touristisch und man zahlt Parkgebühren. Dafür gibt es eine Unterführung zum See und kleine Restaurants für ne Erfrischung zwischendurch.
Wer das Ganze drumherum ausblenden kann, weiß nach kurzer Zeit nicht mehr ob er noch in Europa oder doch irgendwo in Kanada steht. Wir konnten unseren Blick eine ganze zeitlang nicht von diesem wunderschönen Bild abwenden. Das kristallklare, smaragdgrüne Wasser, dahinter der Rosengarten und die schroffen Felsen der Latemargruppe bieten ein Panorma, wie wir es so noch nicht gesehen haben. Wie gemalt fügt sich alles zu einem Gemälde zusammen.
Wer den See in voller Pracht sehen möchte, sollte sich dies in den Sommermonaten Mai bis September vornehmen. Gespeist wird der See von unterirdischen Quellen und im Sommer vom Schmelzwasser des Latemar. Ab Oktober misst die tiefste Stelle meist nur noch 6m und ist dann höchstens bei Tauchern beliebt, die unter der dicken Eisschicht die Unterwasserwelt erkunden. Der Karersee ist trotz seiner Lage ein wahres Juwel und absolut magisch.

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| Sellajoch

Vom Karersee aus steuern wir das Sellajoch an, um unsere Reise zum nächsten See fortzusetzen. Es liegt etwa 33km (Luftlinie) östlich von Bozen. Es führt uns zwischen der Sellagruppe im Osten und der Langkofelgruppe im Westen hindurch. Wenn man sich auf die Umgebung einlässt fühlt man sich auch hier eher als wäre man irgendwo in Nordamerika unterwegs. Die Landschaft Südtirols ist so abwechslungsreich und vielfältig, dass wir immer wieder anhalten darüber stauen. Im Winter kann man hier über präparierte Pisten die Sellagruppe auf Skiern umrunden. Im Sommer kann man hier herrlich wandern.
Unsere Route führt uns weiter über das Grödnerjoch bis nach Bruneck, wo wir uns einen Campingplatz für die Nacht suchen.

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| Camping Olympia in Niederdorf

Die Auswahl des Campingplatz erfolgte wie immer spontan. Wir durchfahren Orte und wenn uns die Umgebung gefällt, dann suchen wir nach Campingplätzen. Einziges Kriterium das erfüllt werden muss ist, dass Albert sprich Hunde willkommen sind. Bisher hatten wir nie Probleme einen Platz zu finden. Hunde scheinen immer beliebter zu sein.
Nun dieser Platz schien relativ neu und recht klein und gemütlich. Es ist sehr ruhig und die Sanitären Anlagen sind sauber und völlig in Ordnung.
Für den Ausflug zum Pragser Wildsee liegt der Platz perfekt. Denn von hier fahren wir nur ca. 15 Minuten bis zum See. Und da der See scheinbar nur fotogen ist, wenn kein direktes Licht darauf fällt, mussten wir nicht zu früh aufstehen, um noch vor den ersten Sonnenstrahlen einen Blick auf die Spiegelung im See zu werfen.

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| Pragser Wildsee

Der Lago di Braies oder auch „Lago di Insta“ genannt, ist wohl der Foto Hotspot des Jahres 2017 gewesen. Es gibt wohl kaum einen Outdoor Instgram Account ohne Bild des Sees im Feed. Und nun ja, was soll ich sagen? Die Bilder sprechen für sich. Wohlgemerkt, wenn man morgens früh aufsteht und die Wetterbedingungen mitspielen. Sobald das Licht auf das Wasser trifft verliert er seine Farbe und die Spiegelung verschwindet. Dann ist die Magie dahin.
So erging es uns zumindest am Tag davor bei unserem ersten Besuch. Da war ich schon enttäuscht und mir wurde zum ersten Mal sehr deutlich klar, dass die Instagramwelt eine Scheinwelt ist. Hier wird getrickst was das Zeug hält und mit wahren Tatsachen hält man hinterm Berg (haha). Manchmal muss man halt wissen wie der Hase läuft.
Um uns das Spektakel also selbst mal anzusehen, sind wir bereits um 6Uhr aufgestanden und haben uns auf den Weg zum See gemacht. Auch hier muss man nicht lange Wandern. Bloß zwei Minuten vom kostenpflichtigen Parkplatz entfernt liegt er, der Pragser Wildsee. Und wild geht es hier in der Früh wie auch am Mittag zu. Morgens tummeln sich Fotografen in den Büschen und den Hängen rund um den See und Mittags kommen die Touristen in Scharen her.
Da die Magie am Vortag bereits verflogen war, haben wir uns nicht lange hier aufgehalten. Schnell ein paar Fotos, die längst nicht so perfekt inszeniert sind wie die, die ihr auf Instagram bestaunen könnt, doch es kommt dem schon sehr nahe, von dem alle so schwärmen und schon ging es zurück zum Zeltplatz.
Wir haben unsere Sachen gepackt und uns auf den Weg nach Cortina d’Ampezzo gemacht.

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Von Cortina d‘ Ampezzo aus kann man viel unternehmen. Der größere Ort liegt recht zentral. Wir haben ein wenig spontan ohne Ziel die Umgebung erkundet und sind irgendwann am Misurinasee gelandet und spontan zu den drei Zinnen gewandet. Unsere Wandererfahrung dort hin könnt ihr hier nachlesen.
Unser Zeltlager haben wir auf dem Campingplatz Olympia aufgeschlagen. Ein 5 Sterne Platz, der wirklich toll ist und direkt an einem Fluß gelegen ist.
Wer seinen Kreislauf ordentlich in Schwung bringen möchte, der versucht doch einfach mal ne Minute durch die eiskalten Bachläufe aus den Bergen zu laufen. Hat bei uns nach wenigen Sekunden zu Schmerzen geführt. So wahnsinnig kaltes Wasser habe ich noch nie zu spüren bekommen. Doch seht nur wir klar es ist und diese wunderbaren Farben.
Albert hatte kein Problem mit der Kälte und ist fröhlichen den Fluß hoch und runter gelaufen, um danach genußvoll in der Sonnen zu chillen.
Zu gerne wäre ich auch zum Lago di Sorapis gewandert, während Flo eine große Runde auf dem Rennrad dreht. Doch nach meiner Recherche im Internet war ich mir nicht sicher, ob Albert den teils doch recht schwierigen Anstieg dort hoch gemeistert bekommt. Dabei ist dieser See wohl ein wahres Prachtexemplar. Er steht daher für Juli auf dem Plan. Da muss Albert leider daheim bleiben, wenn wir uns beim Dolomiten Rennrad Marathon vergnügen.

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|Ghedina See

Nicht unweit von Cortina entfernt liegt tief im Wald ganz versteckt der kleine Ghedina Bergsee an den Füßen der Tofanen. Es ist sehr ruhig hier. Kaum Verkehr und Menschen sind unterwegs. Vielleicht ist ihnen der See nicht spektakulär genug. Für uns jedoch genau richtig, um Ruhe fernab der Touristenattraktionen zu genießen. Der See ist nicht sehr tief und überschaubar. Es gibt ein kleines nobles Restaurant und von hier aus starten wunderschöne Wandertouren bis rauf zu den 3000er Gipfeln der Tofana di Mezzo, die entweder über Seilbahnen oder lediglich über Klettersteige erreichbar sind. Den See konnten wir bequem mit dem Auto erreichen und Parken war kostenfrei.

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| Toblacher See

Auf unserem Weg nach Cortina d’Ampezzo sind wir am Toblacher See vorbei gefahren und haben diesen noch kurz umrundet. Bei dem doch sehr hellen Sonnenlicht sind mir nicht ganz so dolle Bilder gelungen. Der See liegt direkt neben der Straße und ist gut erreichbar. Er entstand durch Felsstürze und wir durch die Rienz gespeist. Seine maximale Tiefe beträgt knapp 3,5m. Das Panorama rund um den See ist wirklich schön und auch die Farbe des Wassers hat karibisches Flair.

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Habt ihr noch Geheimtipps für uns, die wir uns im Juli 2018 in der Dolomitenregion unbedingt ansehen müssen? Immer her mit euren Tipps, ich würde mich sehr freuen!

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2 Comments

  • Reply Dominik 28.03.2018 at 17:01

    Vielen Dank für deine Erfahrungen und die tollen Eindrücke. Die Bilder sind der absolute Wahnsinn, darf ich einmal fragen mit welcher Kamera du die geschossen hast?

    • Reply Annie 29.03.2018 at 9:57

      Hey danke Dominik! Die Bilder mache ich mit dem Iphone 6 und meine Nikon D5100. Habe keine so dolle Kamera Austattung aber versuche rauszuholen was geht 🙂

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